Shanti Mantra

Mantras kombinieren Rhythmus, Atmung und Klang um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Präsenz und Atmosphäre werden erzeugt, und das Bewusstsein wird wohlwollend verändert bzw. erhöht.

Interessant ist erst einmal die Bedeutung des Wortes Mantra:

Man verweist auf die gleiche Sanskrit-Wortwurzel wie Manas, was so viel bedeutet wie Mind (im Englischen) oder Geist (im Deutschen). Tra ist wie in Transport oder Transformation. Das Mantra ist somit ein Werkzeug zur Transformation des Geistes, bzw. ein akustisches Fahrzeug, welches den Geist von einem Bewusstseinszustand A nach B befördert!

Ihr kennt alle das Ashtanga Yoga Eröffnungmantra „Anruf an Patanjali“ und vielleicht auch das Abschlussmantra „Swasti Prajabhya“. Das dritte Mantra, welches wir häufig verwenden ist „Saha navavatu“.

Om Saha navavatu
Saha nau bhunaktu
Saha viryam karavavahai
Tejasvi navadhitamastu
Ma vidvisavahai
Om Shantih, Shantih, Shantih.

Dieses Shanitmantra (Friedensmatra) wird häufig vor dem Unterricht gesprochen. Es beruhigt den Geist. Dem täglichen Singen wir nachgesagt, dass Hindernisse beseitigt werden, bevor wir ein Projekt beginnen.

Die Wirkung von Mantren kann sehr kraftvoll sein. Dies geschieht jedoch nur mit etwas Hingabe, wenn ein tieferes (intuitives) Verständnis von Klang, Schwingung und Energie vorhanden ist. Durch Hingabe an etwas Großes, kann etwas Größeres in uns entstehen. Während wir in den Klang eintauchen, wie in einen mächtigen Ozean, werden wir Eins mit ihm. Vollkommen umhüllt, gewaschen und getragen.  In diesem Sinne „stirbt“ für einen Moment das individuelles Selbst und unser Bewusstsein geht auf, in einem großen, kosmischen Bewusst-Sein, indem Alles mit Allem verbunden ist und harmonisch schwingt.

Wenn der Geist zentriert und ruhig ist, kann er nach innen gehen. Ein Geist der sich (auch) nach innen richtet transzendiert die rein materiell bestimmte Welt-Schau und erweitert seine Möglichkeiten um eine vollkommen neue Dimension. Solange der Geist über die Sinne nur nach außen wandert zerstreut er sich von einer Sehnsucht in die nächste, oder er stagniert in vermeintlicher Sicherheit.

Eine mehr oder weniger wörtliche Übersetzung zu diesem Mantra lautet:

Möge dies uns förderlich sein
Mögen wir genießen
Wir wollen Kraftvolles tun!
Strahlend soll uns das Gelernte sein
Wir wollen keine Feindschaft hegen
Om, Frieden, Frieden, Frieden

 

 

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