Licht-Blicke | Newsletter vom 29.6.2020

Liebe Freunde, liebe Yogaschüler,

am vergangenen Samstag war Sommersonnenwende, der längste Tag des Jahres. Das Licht auf der Nordhalbkugel hat wieder zugenommen, der Sommer ist da.

„Denn alle Kraft dringt vorwärts in die Weite,
Zu leben und zu wirken hier und dort;
Dagegen engt und hemmt von jeder Seite
Der Strom der Welt und reisst uns mit sich fort:
In diesem innern Sturm und äussern Streite
Vernimmt der Geist ein schwer verstanden Wort:
Von der Gewalt, die alle Wesen bindet,
Befreit der Mensch sich, der sich überwindet.”

– Johann Wolfgang von Goethe

INFOS ZUM YOGAPROGRAMM
  • Luke Jordan ist jetzt endlich angekündigt und wir haben einen Termin: 16. – 22.10. Lang erwartet: Luke Jordan zum zweiten Mal in Freiburg! Dieses Event zieht Menschen aus ganz Deutschland und der Umgebung an. Wenn ihr euch nach tieferer Praxis und viel Inspiration sehnt dürft ihr diesen Workshop auf keinen Fall verpassen und solltet euch rechtzeitig >> anmelden <<!
  • Eure Rückmeldung zum Stundenplan ist willkommen: Corona-bedingt haben wir derzeit eine Beschränkung auf 6 Schüler und einige Stunden in den letzten Wochen waren voll belegt. Konntet ihr euch deswegen einmal nicht anmelden? Bitte gebt mir eine Rückmeldung, damit wir bei Bedarf mehr Stunden anbieten können.
  • Regenerative langsame und passive Yogastunden mit Fiona immer Donnerstags um 17:00. Wärmstens zu empfehlen. Für mich die perfekte Ergänzung zum dynamischen Yoga und einfach eine schöne Stunde am Donnerstagabend.
  • Sitzen in der Stille immer Dienstags um 18:00. Kommt unbedingt zum gemeinsamen Meditieren. Das gemeinsame ruhige Sitzen spendet Kraft. Die Gemeinschaft und Anwesenheit mehrerer Menschen verstärkt die Konzentration und den positiven Effekt der Meditation!
  • Chanten / Singen / Meditieren immer Montags um 17:00. Kommt unbedingt zum gemeinsamen Singen. Je mehr Stimmen umso schöner der Zusammenklang.
  • Sausha bedeutet Reinheit und ich freue mich, dass unser neues Mitglied und Karma-Yogi Sabine angeboten hat sich diesbezüglich um die Shala zu kümmern. Jetzt ist unser kleiner Tempel immer sauberer und hygienisch :).
  • Anmeldung zu den Stunden wie immer über unseren  >> Kurskalender <<
  • Bücher. Bitte bringt die Bücher, falls ihr noch was von der Bibliothek geliehen habt.
Bewusstseinsströme: Manipuliert oder Inspiriert?

In jedem Moment entscheiden wir neu, wie wir mit unseren Erfahrungen umgehen.

Handeln wir selbstständig oder reagieren wir nur? Folgen wir der Angst oder sind wir im Vertrauen? Lassen wir uns vom Strom der Emotionen und Gedanken fortreißen oder bleiben wir ruhig. Sind wir Opfer oder Schöpfer?

Hier das reine Bewusstsein, die spirituelle Energie, der freie Wille. Gegenüber die konditionierte Natur, materiell und determiniert. Durch ihr wirken entsteht der Tanz des Lebens. Damit es ein Tanz bleibt, und nicht zum Kampf wird, wollen wir uns beider Kräfte bewusst sein. Wir wollen uns von beiden Seiten erfahren und dafür meditieren wir. So wird unser Leben selbstbestimmt und frei statt manipuliert und ferngesteuert. Wir gewinnen unseren Glauben an die Kraft unserer inneren Führung zurück und gehen in die Selbstverantwortung auf der Suche nach unserem Glück.

Erst wenn wir vertrauen, können Träume Wirklichkeit werden und Ängste sich lösen. Das „In-Sich-Und-In-der-Natur-Gehalten-Sein“, ohne irgendwo ankommen zu müssen oder vor etwas davon zu laufen, sind der Weg und das Ziel.

So pflegen wir unsere seelischen und psychischen Qualitäten auf dem Weg in eine magische Dimension der Lebendigkeit. Oft ist das, was wir nicht sehen, wichtiger und mächtiger als jenes, das wir sehen. Wenn sich unser Bewusstsein von der Identifikation mit dem Körpers löst, verschwinden auch die bekannten Formen unseres Denkens. Geist und Körper erweitern ihre Grenzen.

In schamanisch-tantrischer Vorstellung entsteht alles Leben aus der Hochzeit von Vater Himmel (Bewusstsein) und Mutter Erde (Materie). Und in jedem Zyklus sind Vater und Mutter bei uns und in uns, auch wenn wir sie vergessen haben. Eines Tages wird jeder von uns „Heimkehren“, ganz ohne Furcht. Es gibt und gab immer Yogis und Meister*Innen, die dieses große, ewige Leben erkannt und in sich gefunden haben. Die „Matrix“ fängt an zu bröckeln wenn wir uns nicht mehr nur auf die sichtbare Materie ausrichten, sondern uns stets des unsichtbaren Geistes gegenwärtig werden.

Eine schöne und inspirierende Praxis passiert, wenn wir „im Geiste ruhen“ und den Körper in Liebe und ohne Zwang führen. In diesem ruhenden und annehmenden Geist darf alles hervortreten und wir können uns heilen. Dann werden wir uns wieder dessen bewusst, „was uns am nächsten ist“. Dem Geist, der die Materie belebt und „die Welt im innersten zusammen hält“.

Zum Vater, der strahlenden Sonne, gesellt sich die Mutter, die erstrahlende Erde. Wenn wir beide in uns erwecken, dann erwachen wir zu neuem Leben. Wir erkennen wer wir sind. Kinder der Schöpfung. Ewig geborgen.

Foto: Jan Deichner.

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