Johanna

Wie lange bist du schon dabei?

Mittlerweile sind das wahrscheinlich schon gut über 2 Jahre. 😊

Was gefällt dir an der Praxis und wie bist du dazu gekommen?

Yoga wollte ich schon lange ausprobieren, da es mir als perfekter Ausgleich & Ergänzung zum Klettern und Bouldern erschien und ich außerdem etwas Neues lernen wollte. Auch war ich auf der Suche nach etwas ‚Meditativem‘, wobei ich damals selbst nicht so genau wusste, was das sein sollte. Nach einem Jahr Iyengar-Yoga, bin ich dann durch Zufall in der Shala gelandet. Hier habe ich mich sofort wohl gefühlt. Die Atmosphäre in der Shala ist sehr angenehm. Es ist relativ ruhig, es wird konzentriert geübt, aber alles nicht zu ernst. Und Boris und Leonie unterstützen mit ihrer positiven Art.

Wie sieht deine momentane Yoga-Routine aus?

Ich komme meistens zweimal pro Woche morgens zum Mysore-Unterricht in die Shala, wobei ich Teile der ersten Serie übe.

Hast du schon andere Yoga-Stile versucht? Und wenn ja, worin siehst du die Stärken / Vorteile der Ashtanga Yoga Mysore Methode?

Bisher nur Iyengar-Yoga und ein bisschen Yin-Yoga. Für mich ein großer Vorteil der Mysore Methode ist, dass diese sehr individuell ist und trotzdem gemeinschaftlich in der Gruppe geübt wird, was dem Ganzen eine ganz andere Energie verleiht.

Das selbstständige Üben in meinem eigenen Atemrhythmus gefällt mir gut. Auch kann ich Korrekturen/Anleitungen in Ruhe umsetzen. Die fließende Abfolge der Asanas bringt mich außerdem in einen gewissen Flow, was für mich einfach das beste Mittel zur Entspannung ist. Aus sportlicher Sicht finde ich die Kombination aus Kräftigung und Dehnung herausragend.

Worin siehst du deine persönlichen Stärken und Schwächen in der Praxis?

Meine Stärke ist sicherlich, dass mich Bewegung, und ganz speziell das Ashtanga Yoga, absolut begeistert. So gehe ich mit viel Spaß der Praxis nach. Ein gewisses Kraftlevel bringe ich durch das intensive Bouldern zudem mit, viele Asanas fallen mir dadurch leicht, gleichzeitig liegt hierin aber auch eine meiner Schwächen begründet: Beweglichkeit im Schultergürtelbereich. Körperliche Grenzen zu achten und zu akzeptieren, dass manchmal einfach nicht mehr geht, war und ist teilweise für mich immer noch ein Lernprozess. Den Fokus beim Üben zu halten, konzentriert zu bleiben und die 1000 Gedanken, die mir so im Kopf herumschwirren ruhig zu halten, das ist etwas, was mir wirklich nicht leichtfällt.

Viel es dir leicht mit Ashtanga Yoga zu beginnen? Worin liegen für dich die Schwierigkeiten und Herausforderungen?

Der Einstieg fiel mir tatsächlich leicht, ich besuchte meistens eine Led-Class. Womit ich dann beim Übergang zum Mysore Unterricht schon Schwierigkeiten hatte, war, mir die ganzen Übungsreihenfolgen zu merken. Geduldig zu sein und zu warten bis der Körper bereit ist, bestimmte Bewegungen zu machen und vom Kopf her fokussiert zu bleiben, stellen für mich die größten Herausforderungen dar.

Hast du momentan einen bestimmten Prozess oder Erkenntnisse in deiner Praxis?

Für mich bedeutet das Üben neben dem sportlichen Aspekt, v.a. auch mentale Entspannung. Ich gehe in die Shala, um abzuschalten und die Gedanken nur auf das Üben und Atmen zu lenken. Momentan versuche ich außerdem am jump back zu arbeiten. Braucht wohl noch ein bisschen…

Was hat sich durch Ashtanga in deinem Leben verändert? / Was bedeutet dir das Üben?

Ich bin auf jeden Fall ausgeglichener, und das sowohl auf physischer wie auch mentaler Ebene. Gelassenheit und eine gewisse Beweglichkeit haben sich mittlerweile eingestellt. Wenn ich mal nicht zum Üben komme, fehlt mir die Praxis und ich merke, dass das mittlerweile ein wichtiger Teil in meinem Alltag ist.