Die 8 Glieder des Yoga

Die Asanas und ihr spezieller Aufbau im Ashtanga sind ein Zugang zu Yoga, und eine Methode der inneren Transformation. Yoga ist ein Weg zu mehr Freiheit im Leben. Dieser Weg wird in den Yoga-Sutras von Patanjali aufgezeichnet, und in acht (astau) Glieder (anga) unterteilt.

Die ersten vier Stufen sind externer Natur, auf diese Bereiche können wir Einfluss nehmen, und hier setzt die Übungspraxis an. Die übrigen Schritte führen uns in subtilere Bereiche der Meditation und der Selbstverwirklichung (Erleuchtung). Hier ist kein äußere Kontrolle möglich, diese Dinge geschehen dann, wenn der Yogi in den ersten vier Gliedern Stabilität erreicht. Mehr zu Ashtanga nach Patanjali im Blog.

Ashtanga Mysore Methode

Im Ashtanga bewegst Du dich in deinem eigenen Rhythmus. Du atmest und bewegst Dich entlang einer Sequenz von Positionen, die du in Begleitung Deines Lehrers lernst und progressiv aufbaust. Während der Praxis wird innere Hitze generiert, dies hilft den Körper von Giftstoffen und Krankheit zu reinigen und zu befreien.

Der individuelle Ansatz des Mysore-Stils macht die Praxis für jedermann zugänglich, der eine Veränderung im Leben sucht. Durch konstante Praxis kannst Du Stabilität, Beweglichkeit, Kraft und Balance aufbauen. Es wird gesagt, dass wir uns bei richtiger Praxis von den "Sechs Giften" (vgl. Blog) befreien, und spirituell wachsen können.

Ein wichtiges Prinzip der Praxis ist Tristana. Atmung, kombiniert mit Fokus-Punkten und internen Verschlüssen, die aktiv gehalten werden.

Tradition

Das System geht zurück auf einen Text von Vamana Rishi, die Yoga Korunta. Tirumalai Krishnamacharya lernte von der Yoga Korunta über seinen Lehrer Rammohan Bramachari und so kam das System zu Sri. K. Patthabi Jois, den Gründer des Ashtanga Yoga Instituts in Mysore (KPJAYI). Heute wird Ashtanga Yoga dort in seiner traditionellen, energetischen und essentiellen Form von seinem Großenkel R. Sharat Jois gelehrt. Weltweit gibt es heute viel erfahrenen Senior-Lehrer die Ashtanga Yoga direkt an der Quelle gelernt haben und unverändert unterrichten.

Ashtanga Yoga, wie viele indische Schulen, wird in der Guru-Shishya-Tradition unterrichtet, was bedeutet, dass Wissen und Erfahrung in einer ungebrochenen Kette von Lehrer an Schüler weiter gegeben werden. Diese Art der Weitergabe nennt sich Pramapara, und basiert auf einer oftmals viele Jahre anhaltenden Beziehung zwischen dem Lehrer und dem Schüler, und deren gemeinsamen Studium.