☾ Mondpost aus Mysore und Infos vom 17.2.2019 ☽

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Liebe Freunde und Yogaschueler,

Bevor ich zur eigentlichen Mondpost komme hier die wichtigsten Infos von Leonie, Felix und mir fuer die kommenden 2 Wochen:
  • Felix oeffnet Montagmorgens 18. und 25. Februar die Shala von 7:00 – 9:00
  • Dienstag 19.02. ist Vollmond, die Shala bleibt geschlossen. Der naechste Mond ist dann am 6. Maerz
  • Ab Montag 4.03 unterrichte ich wieder und der Stundenplan geht back to normal. Waehrend der Fastnachtferien ist die Shala geoffnet!
Reflektionen aus Mysore:
Wie die Zeit vergeht! Jetzt bleiben noch eineinhalb wochen Praxis am KPJAYI. Ich versuche so viel wie moeglich von Mysore „mitzunehmen“ weswegen meine Tage besonders voll sind. Neben dem Mysoreunterricht in der Yogashala in Gokulam und den beiden LED- und Chanting-Klassen (Hoerprobe im Anhang!) besuche ich einige andere Lehrer und Institutionen.
So sitze ich zu Fuessen von Dr. Narasinham und M.A. Jayashree um deren Vortraege ueber Yogasutras und die indischen Weisheitslehren zu lauschen, und die Stutras zu rezitieren. Dr. Narasinham hat uns im kleinen Kreis in einem viertaegigen Kurs in Transzendentaler Meditaion (TM) unterwiesen,und so konnte ich eine weitere Meditationsform von einem Lehrer lernen, der in dierekter Linie zum Gruender der mittlerweile weltweit beruehmten Meditationsrichtung steht. Es besteht fuer euch die moeglichkeit uber Skype bei ihm zu lernen falls ihr den Kontakt wollt, denn in Deutschland ist diese Meditaion leider sehr teuer. All jene, die am Freitag-Yogasutrakurs teilgenommen haben kennen Jayashree evtl. von Fotographien und den Aufnahmen ihrer Gesaenge. Der Freitag Philosophie / Chantingkurs laeuft natuerlich ab Maerz wieder weiter :). Ich freu mich darauf.
Vedisches Chanten ist eine Wissenschaft fuer sich, und hat wie Pranayama oder Ashtanga Vinyasa Yoga, faszinierende Effekte auf Koerper und Geist, Zudem ist es die traditionelle Unterrichtsform in der Wissen und Kultur ueber die Jahrtausende hinweg tradiert wurde. In Mysore begegnet man Mantren, Chants und Gesaengen fast uerball, in den unzaehligen Tempeln und zu diversen Anlaessen im privaten und offentlichen Leben.
Im kleinen und intensiven Kreise rezitieren wir bei Dr. Vigneswar Bhat die Surya Upanishad und lernen die korrekte Aussprache. Vigni, aufgewachsen in einer Brahmanenfamilie, studiert Sanskrit und die Veden seit uber 12 Jahren in der Jahrtausende alten Gurukula tradition. Er unterrichtet in einer Itensitaet, Autenzitaet und Frische, die ich nirgends sonst erlebt habe. Es ist fuer mich etwas so besonderes, dass er sich die Zeit nimmt einen Teil seines Wissens und seiner Praxis mit uns Westlern zu teilen, denn in der klassischen Lehre gehen spirituelles Wissen und Praxis immer Hand in Hand und ineinander ueber.
Und dann ist da noch M.S. Anand bei dem ich einen Teil der Nachmittage im Atleier verbringe um mich im traditionellen Mysore-Malstil zu Ueben. Er hat mich am kommeden Dienstag eingeladen einen Shivatempel zu besuchen, um eine spezielle Blumenform zu begutachten, die es dort gibt, und die in mein Gemaelde von Gayatri schmuecken soll…
Ich seht das Angebot in dieser Stadt ist gross wenn man dafuer offen ist. Man kann man von Bauchtanz ueber Musikunterricht bis hin zu yoga nidra, ayurveda etc… neben der taeglichen Yogapraxis alles moegliche (kennen)lernen. Und all die unterschiedlichen Aspekte der Kultur sind eng mit dem Yoga verbunden, mit dem Beduerfniss des Menschen nach Erfuellung, Sinn und Harmonie. Nach indischer Denkweise ist ja alles Ausdruck eines allumfassenden goettlichen Bewusstseins. Das eigene individuelle Bewusstsein fuer diese hoeheren kosmische, und schliesslich die goettliche „Spaehre“ des Einheitsbewusstsein zu oeffnen, ist der eigentliche Zweck jeder Yogapraxis.
Ich will euch mit alle dem einen kleinen Eindruck von der Vielseitigkeit dieses Landes erzaehlen, und die Idee, dass Yoga nicht nur eine Stunde Stretching auf der Matte bedeuten muss, sondern Leichtigkeit, Freude und Bedeutung in alle Bereiche des Lebens bringen kann.
Ein abschliessender Gedanke. Ich bleibe dieses Jahr nur einen Monat bei Sharath, was die Erfahrung etwas veraendert. Mir ist klar, dass ich diesem einzigen Monat nicht erwarten kann besonders viel weiter zu kommen, im Sinne von vielen neuen Asanas. Yoga braucht eben Zeit und dauert ein ganzes Leben, und diese Zeit denken wir heutzutage oft nicht zu haben. Mir ist klar dass ich fuer dieses Mal nicht laenger bleiben kann und will, und ich geniesse und schaetze es wie es ist!
In diesem Sinn freue ich mich auch schon sehr auf meine Rueckkehr, die Black Forest Ashtagna Yoga Shala, und das gemeinsame Ueben!
Den Schwarzwald, die frische Luft (Hier ist es sooo schwuehl und wird jetzt von Tag zu Tag heisser), und auf neue und alte Begegnungen 🙂
Lokah samastah sukhino bhavantu!
Alles liebe und bis bald,
Boris
Puja for new practice space…
Shala in Gokulam
At the Mysore Palace… where Ashtanga Yoga was first tought by T. Krishnamachria
Some words of wisdom…

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